Donnerstag, 22. November 2012

„Ich dachte, man wird geschützt“

von 
Hoyerswerda-Banner
Weil es sich gegen rechts engagiert, wurde ein Pärchen aus Hoyerswerda in ihrer Wohnung von 15 Neonazis bedroht. Anschließend riet die Polizei den beiden, dass es besser wäre, die Stadt zu verlassen. Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) ruft nun dazu auf, mit allen „rechtsstaatlichen Mitteln gegen die rechtsextremistische Bedrohung“ vorzugehen.   
Storch Heinar

Monique und Ronny, beide 33 Jahre alt, wohnen in einer Hoyerswerdaer Plattenbausiedlung und engagieren sich gegen Neonazis, indem sie rechtsextremistische Aufkleber aus dem Stadtbild entfernten.

In den Augen von ca. 15 Rechtsextremen reichte das offensichtlich aus, um sich bedroht zu fühlen. Denn am Abend des 17. Oktober verschafften sie sich Zugang in das Haus der beiden und forderten das Paar auf, aus der Wohnung zu kommen. Außerdem hätten sie gedroht, Monique zu vergewaltigen, berichtet die Zeit.

Die gerufene Streife sei mit der Situation überfordert gewesen und habe Verstärkung angefordert. Erst nach über zwei Stunden seien die Rechtsextremen endgültig abgezogen. Laut dem MDR hätten die Neonazis immer wieder triumphierend ANH gerufen; die Abkürzung für „Autonome Nationalisten Hoyerswerda“.

Am nächsten Morgen hätten die Polizeibeamten dem Paar nahegelegt, die Stadt zu verlassen. Nun sind sie an einem unbekannten Ort untergebracht, weil die Polizei sonst nicht für ihre Sicherheit garantieren könnte. „Das es dann soweit kommt, dass man aus der Stadt geschafft wird, das konnte ich mir so nie vorstellen. Ich dachte, man wird geschützt“, sagt Ronny in dem Beitrag des MDR.

Monique sagt, sie fühle sich in das Jahr 1991 zurückversetzt. Damals seien die Asylbewerber aus der Stadt weggeschafft worden und nicht die rechtsextremen Täter, obwohl sie diejenigen gewesen seien, die Hilfe benötigt hätten. „So ist es auch bei uns. Wir wurden einfach weggeschickt, dass Problem einfach weggeschoben.“

Gemeint ist der Angriff von Rechtsextremen auf Flüchtlingswohnheime zwischen dem 17. und dem 23. September 1991. Etwa 500 Bewohner hatten damals zugesehen und teilweise sogar applaudiert. Die Polizei war nicht in der Lage, die Angriffe zu stoppen und verteilte die Angegriffenen auf andere Heime im Umland.

Der Vorfall wurde zum Vorbild für eine ganze Anschlagserie. Dazu zählt auch der Überfall auf ein Ausländerwohnheim in Rostock-Lichtenhagen, während Tausende zusahen und jubelten.

Das Verhalten der Polizeibeamten im Oktober kommt einer Kapitulation der staatlich Behördenen gleich, dennoch verteidigt der Polizeisprecher Thomas Knaup gegenüber dem MDR noch vier Wochen später diese Strategie:

„Es ist einfacher, zwei Personen von einem Ort zu einem anderen, sicheren Ort zu verbringen, als 30 Personen zu bewachen oder permanent fünf Funkstreifen vor ein Haus zu stellen.“

Bürgermeister Thomas Delling sehe in der Polizeiarbeit ebenfalls keine größeren Mängel. „Wir haben eigentlich eine gute Zusammenarbeit. Unsere Erfahrung ist, dass die Polizei eigentlich gemeinsam mit der Stadt diese Dinge zügig und auch konsequent bekämpft und wir ja gemeinsam im kommunalpräventiven Rat dieses Thema immer wieder diskutieren.“

Dennoch habe auch er eingeräumt, dass es in Hoyerswerda nach wie vor Überfälle von Rechtsextremen auf Bürger gebe.

Hoyerswerdas Oberbürgermeister Stefan Skora (CDU) verurteilte den Vorfall scharf. Gegenüber der Welt sagte er: „Angesichts der schlimmen Ereignisse gilt den Betroffenen unser Mitgefühl. Von den Strafverfolgungsbehörden und der Justiz erwarten wir, dass die Geschehnisse schnellstmöglich umfassend aufgeklärt und die Täter zur Verantwortung gezogen werden.“

Der Leipziger Polizeipräsident Bernd Merbitz sieht das aber anders. „Es kann nicht sein, dass man Leuten, die in Gefahr sind, die bedroht werden, als ultima ratio anbietet, die Stadt zu verlassen.“ Dieses Verhalten sei nicht akzeptabel.

Auch der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) äußerte sich mittlerweile gegenüber der Zeit zu den Vorfällen. Er nehme den Vorfall in Hoyerswerda sehr ernst. „Für mich gilt ganz klar, dass Menschen, die bedroht werden, von der Polizei geschützt werden müssen.“

Außerdem habe Innenminister Markus Ulbig (CDU) mittlerweile veranlasst, dass in der Stadt verstärkt mobile Einsatz- und Fahndungsgruppen im Einsatz seien. Außerdem soll es am 28. November ein Aktionsforum in Hoyerswerda geben, bei dem Polizei und Verfassungsschutz eine detaillierte Lageanalyse bekannt geben würden.

Er fordere außerdem, dass die Behörden mit allen „rechtsstaatlichen Mitteln gegen die rechtsextreme Bedrohung“ vorgehen sollen. „Ich rate allen, wachsam zu sein und nicht wegzuschauen, wenn solche Vorfälle in unserem Umfeld passieren. Wir alle sind aufgerufen, mit den Möglichkeiten, die wir haben, dagegen vorzugehen.“

Mittlerweile hat der Leiter der Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien, Conny Stiehl, die Opfer an ihrem Aufenthaltsort besucht.

Er sagte zu der Situation: „Ich bedauere sehr, dass der Eindruck entstanden ist, die Polizei habe die Opfer nicht geschützt. Ich versichere, dass die Polizei alles daran setzt, die Opfer zu schützen und die Täter ihrer gerechten Strafe zuzuführen. [...] Selbstverständlich lassen wir die Opfer nicht im Stich!" Außerdem versprach er, dass er die Polizeipräsenz in Hoyerswerda erhöhen wolle.

Auch die Akteure vor Ort verurteilen das Verhalten der Polizei gegenüber dem angegriffenen Paar. Laut Lausitzer Rundschau veröffentlichte der Pfarrer Jörg Michel, Mitglied der „Initiative Zivilcourage Hoyerswerda“ , eine Erklärung, in der es heißt:

„Peinlich sind die Erklärungen von Politikern der Stadt und des Freistaates, die erst durch die Veröffentlichung des Skandals durch den MDR sich vier Wochen nach dem Ereignis dazu genötigt fühlten.“ Er fordere mehr Unterstützung von den kommunalen Behörden für Organisationen, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren.

Henning Homann, Sprecher für demokratische Kultur und bürgerschaftliches Engagement der SPD im sächsischen Landtag, äußerte sich zu den Vorfällen in Hoyerswerda folgendermaßen:

„Ich fordere Innenminister Ulbig auf, die Opfer wirksam zu schützen und den Neonazis offensiv entgegenzutreten. Visier hoch, Herr Minister! Nicht die Hände. Die Polizei hat die Pflicht, das Recht durchzusetzen. Wenn sie dem nicht nachkommen kann, erfüllt sie ihre Aufgabe nicht. Es stellt sich daher die Frage, ob die sächsische Polizei auch in den Regionen gut genug aufgestellt ist.“

Und weiter: „Wir dürfen die Straßen und Plätze nicht den braunen Horden überlassen. Das friedliche und tolerante Sachsen ist stärker. Das müssen wir immer und überall unmissverständlich zeigen.“

In Hoyerswerda scheinen Vorfälle dieser Art an der Tagesordnung. Das Büro von Caren Lay, Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Parteivorsitzende der Linken, war schon oft Ziel von rechtsextremen Anschlägen in Hoyerswerda.

Bereits mehrfach hätten Neonazis versucht das Büro zu stürmen, hätten die Wände beschmiert und Aufkleber der „Autonomen Nationalisten Hoyerswerda“ oder des „Freien Netzes“ verteilt.

Laut dem Spiegel hätten erst im Sommer etwa 20 Rechtsextremisten ein Treffen der Linksjugend attackiert und die Parole „Hoyerswerda bleibt braun“ skandiert.

Weiter berichtet das Magazin, dass der Verfassungsschutz davon ausgehe, dass es seitens der „Autonomen Nationalisten Hoyerswerda“ zu „weiteren Auseinandersetzungen mit dem politischen Gegner und einen Anstieg der rechtsextremistischen Aktivitäten in Hoyerswerda“ kommen könnte.

Der Überfall auf das Pärchen sei der Ausdruck dafür, wie gewaltbereit die Szene sei.

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26 Kommentare

  • Kommentar-Link Cem Donnerstag, 22. November 2012 gepostet von Cem

    Der Grund, dass diese Bagatelle so hohe Wellen wirft ist offensichtlich, es gibt eben fast keine echte Nazigewalt und wenn es sie dann doch mal gibt (hier geht es lediglich um Drohung) dann ist das Geschrei gross. Kein Wunder, ist es doch die einfachste Art sich als Helden zu verkaufen, wenn man gegen eine Bedrohung vorgeht, die es so gar nicht gibt

  • Kommentar-Link Chewie Donnerstag, 22. November 2012 gepostet von Chewie

    @ Amtsträger:

    Bin gespannt auf Deine Argumentation zur dieser vorbildlichen Polizeiarbeit...

    @ Nazis:

    ...und erst recht auf Eure bzgl. jeder noch so absurden thematischen Entgleisung, die Euch ganz bestimmt in den Sinn kommen wird.

    Wird bestimmt beides wieder traurig lachhaft. Wo lebe ich eigentlich hier?

  • Kommentar-Link Arno Sanders Donnerstag, 22. November 2012 gepostet von Arno Sanders

    Wo sind wir denn hier? Haben die Nazis hier schon die Macht übernommen, ohne das es bekanntgegeben wurde? Was sind denn das für Polizisten? "Sie fühlten sich überfordert" Hoyerswerda ist doch bekannt dafür ein Brutnest rechter Gewalt zu sein, da wird es doch auch genug Polizei geben um die in Schach zu halten. langsam kommt einem die Idee hoch, wir leben vielleicht in einer Bananenrepublik nur ohne Bananenernte.

  • Kommentar-Link Mr. B. Donnerstag, 22. November 2012 gepostet von Mr. B.

    Verlangen eigentlich die Legislative, Exekutive und Judikative noch, dass ich sie ernst nehme? Das ist ja bisher eine schöne Wohlfühlatmosphäre für Bräunlinge in dieser "BRD". Konsequenzen muss ich anscheinend nur befürchten, wenn ich diese Banken-Diktatur störe, wie der Gustl Mollath. Mal sehen, welche Partei ich nächstes Mal ankreuze.

  • Kommentar-Link Amtsträger Freitag, 23. November 2012 gepostet von Amtsträger

    Hierbei handelt es sich tatsächlich um gutes polizeiliches Einschreiten.

    Es liegt eindeutig ein Fall von Schutzgewahrsam vor.

    Es verwundert auch nicht, dass sich lediglich fachfremde Personen zu dem Fall derart negativ geäußert haben.

    Natürlich sollen sich polizeiliche Maßnahmen vorrangig gegen die Täter (oder Störer) richten und nicht gegen die Opfer.

    Allerdings muss man sich die Situation erst einmal klar machen. Ein Päarchen wird von Rechtsextremsiten bedroht. Eine Bedrohnugn im strafrechtlichen Sinne ist nur dann erfüllt, wenn mit einem Verbrechen (mind. 1 Jahr Haft) gedroht wird, also vermutlich mit der Tötung des Päarchens.

    Auch wenn die Täter ermittelt werden, wird für diese Tat keiner in U-Haft genommen. Alle haben einen festen Wohnsitz und es legt erst einmal keine Verdunkelungsgefahr vor (d.h. es existieren keine Tatsachen, die die Annahme rechtfertigen, dass die Opfer, die auch Zeugen sind, angegangen werden.) Für die Verurteilung ist mit Geldstrafe zu rechnen.

    Daraus folgt, dass die Täter auf freiem Fuß sind und die Opfer weiterhin in ihrer Wohnugn leben.

    Wenn jetzt die zuständige Polizei die Lage so beurteilt, dass sie die Vollendung des angedrohten Verbrechens als realistisch ansieht und nicht genügend Kräfte hat, um das Päarchen 24/7 zu überwachen, dann kommt nurnoch Schutzgewahrsam in Frage, um die Gefahr abzuwehren.

    Eine 24/7 Bewachung für 2 Personen ist durch die Polizei einer einzelnen Stadt nicht zu bewältigen. Dazu wäre die komplette Dienstgruppe einer mittelgroßen Wache nötig (von der es mögl. nur eine gibt).
    Tatsächlich würde man den Extremisten so nur Raum geben, um andere Straftaten zu begehen, da die Beamten auf der Straße im freien Einsatzgeschehen fehlen würden.

    Hier ist der Innenminister sowie die Landesleitung der Polizei gefragt, damit zusätzliche Einsatzkräfte für die Bekämpfung eingesetzt werden. Außerdem benötigt man ein Konzept zur weiteren Sachbearbeitung. Die Stadt Dortmund hat vor kurzem erst erfolgreich vorgeführt, wie so etwas aussehen kann.

    Die ersten Verdrängungseffekte sind bereits eingetreten.

    Das läßt sich aber nicht so ohne Weiteres von dem Bundesland einführen. Denn die zusätzlichen Kräfte werden natürlich auch woanders benötigt. Eine Hundertschaft hat genug mit Fußball zu tun, gerade im Osten. Gleiches gilbt für andere Organisationseinheiten.

    Wenn man so eine Situation als Kapitulation des Rechtsstaates vor Extremisten betrachten möchte, kann man das tun. Allerdings sind es gerade die Politiker, die durch den Haushalt für die Einstellugnszahlen von Polizeibeamten für solche Situationen verantwortlich sind. Und damit sind die Bürger, als wählende Instanz, mit in der Haftung.

  • Kommentar-Link Berufsverbot für Linke Freitag, 23. November 2012 gepostet von Berufsverbot für Linke

    hach gottchen,charlottchen-
    wer wind säät muss damit rechnen, sturm zu ernten. wie groß wäre der aufschrei wenn es denn umgedreht laufen würde?

  • Kommentar-Link B.L. Freitag, 23. November 2012 gepostet von B.L.

    Und zu dem Artikel:

    Typische linksextreme Propaganda in einem immer krankhafter werdenden Terror-Staat, der Kriminelle schützt und Unschuldige bestraft.
    Dass auch die Polizei korrupt ist, ist ein trauriger Höhepunkt dieser Entwicklung. Ich kann nur hoffen, dass das Ausland hier regulativ einschreitet und der faschistoiden Entwicklung in diesem "Rechtsstaat" Einhalt gebietet.

  • Kommentar-Link Roichi Freitag, 23. November 2012 gepostet von Roichi

    @ Cem

    Drohung mit Gewalt ist auch Gewalt.
    Nur so als Denkansatz.

  • Kommentar-Link Björn Freitag, 23. November 2012 gepostet von Björn

    @Berufsverbot

    "wie groß wäre der aufschrei wenn es denn umgedreht laufen würde?"

    Dann gäbe es keinen Aufschrei. Wie man ja gerade erst jüngst sehen konnte, als mal wieder zwei Autos von Herrn Petereit vor seiner Haustür angezündet wurden. Auf der anderen Seite haben hier irgendwelche vermeintlichen "Rechten" an die Haustür von Linken gebullert.

    Wenn man sich die Berichterstattung zu beidem anschaut, dann könnte man tatsächlich denken, dass das wiederholte Anzünden von Fahrzeugen in der Nähe des Wohnbereiches eines "Rechten" weniger schlimm wäre, als ein an die Tür "bullern" von Linken.

    Immerhin hat sich Endstation Rechts genötigt gesehen diesen Brandanschlag zu melden, wenn auch nur in der Kurznachrichtenspalte. Andere Medien schwiegen sich ja ganz darüber aus. So wie sie es oft genug tun um das stilisierte "Täterbild" der Rechten nicht durch die alltäglichen Gewalttaten gegen "Rechte" zu gefährden. In der "rechten" Hochburg Mecklenburg-Vorpommern gibt es immerhin deutlich mehr Gewalttaten auch gegen die körperliche Unversehrtheit als umgekehrt.

  • Kommentar-Link Björn Freitag, 23. November 2012 gepostet von Björn

    @Roichi

    "Drohung mit Gewalt ist auch Gewalt.
    Nur so als Denkansatz."

    Denk doch bitte an die Phänomenologie.

  • Kommentar-Link Rolf Steiner Freitag, 23. November 2012 gepostet von Rolf Steiner

    Ich kann nur sagen, dass ich derartige Aktionen ablehne und verurteile. Für uns, die freiheitlichen Patrioten stehen Islam und Nationalsozialismus auf einer Stufe, und obwohl man uns Rechte nennt, stehen wir, was moralische Werte anbelangt, den Linken näher als den Nazis. Deutsch sein hat auch immer etwas mit Anstand und Moral zu tun, und wer nicht in der Lage ist sich wie ein zivilisierter Mensch zu verhalten, der wird eben auch niemals ein echter Deutscher sein.

  • Kommentar-Link H.P.Barkam Freitag, 23. November 2012 gepostet von H.P.Barkam

    Tillich und Ulbig, zwei Herren, die die 'freie Entfaltung' Rechtsextremer in Sachsen durch ihre jahrelange Passivität förderten, sollten einfach nur noch schweigen und stattdessen endlich die Bürger, für die sie verantwortlich sind, vor der braunen Brut schützen. Und wenn sie das nicht können, sollten sie gehen.

  • Kommentar-Link Karl_Murx Samstag, 24. November 2012 gepostet von Karl_Murx

    @Cem:

    "Der Grund, dass diese Bagatelle so hohe Wellen wirft ist offensichtlich, es gibt eben fast keine echte Nazigewalt und wenn es sie dann doch mal gibt (hier geht es lediglich um Drohung) dann ist das Geschrei gross. Kein Wunder, ist es doch die einfachste Art sich als Helden zu verkaufen, wenn man gegen eine Bedrohung vorgeht, die es so gar nicht gibt"

    Bingo. Nichts mehr hinzuzufügen.

  • Kommentar-Link Roichi Samstag, 24. November 2012 gepostet von Roichi

    @ Björn

    "Dann gäbe es keinen Aufschrei. Wie man ja gerade erst jüngst sehen konnte, als mal wieder zwei Autos von Herrn Petereit vor seiner Haustür angezündet wurden. Auf der anderen Seite haben hier irgendwelche vermeintlichen "Rechten" an die Haustür von Linken gebullert."

    Also erstmal haben deine Kamerraden mal wieder versucht Andersdenkende einzuschüchtern und zu bedrohen.
    Und die Empörung kam dann auch von deinen Kamerraden.
    Nämlich, wie bei dir, dass man sicherdreistet doch die aufrechten Kamerraden, als das zu benennen, was sie sind. Kriminelle.

    "Denk doch bitte an die Phänomenologie."

    Mach ich Björn.
    Deshalb passt ja diese Aktion auch wunderbar in die Phänomenologie hinein.
    Eine typische rechte Aktion.


    @ Rolf

    Du verurteilst Gewalt und willst sie gleich darauf dann doch wieder einsetzen.

    "stehen wir, was moralische Werte anbelangt, den Linken näher als den Nazis"

    Falsch.
    Die Ablehnung der Grundrechte wirst du bei den Rechten/Nazis eher finden, als bei Linken.

    " und wer nicht in der Lage ist sich wie ein zivilisierter Mensch zu verhalten, der wird eben auch niemals ein echter Deutscher sein."

    Na dann bist du ja schon raus.

  • Kommentar-Link cat Samstag, 24. November 2012 gepostet von cat

    @Roichi:

    "Die Ablehnung der Grundrechte wirst du bei den Rechten/Nazis eher finden, als bei Linken."

    Aha. Deswegen lehnen ja auch sämtliche Linke die Extremismusklausel von Kristina Schröder ab, wie hier schon öfters geschrieben wurde.

  • Kommentar-Link cat Samstag, 24. November 2012 gepostet von cat

    @Roichi:

    "Also erstmal haben deine Kamerraden mal wieder versucht Andersdenkende einzuschüchtern und zu bedrohen.
    Und die Empörung kam dann auch von deinen Kamerraden.
    Nämlich, wie bei dir, dass man sicherdreistet doch die aufrechten Kamerraden, als das zu benennen, was sie sind. Kriminelle."

    Und ihr bedroht natürlich nie GenoSSen, neeeein, schüchtert sie nie ein.
    Wärst du Pinocchio, würde deine Nase meterlang wachsen.
    Ihr seid die Verbrecher, nicht die "Nazis".

  • Kommentar-Link Chezuz Samstag, 24. November 2012 gepostet von Chezuz

    "hach gottchen,charlottchen-
    wer wind säät muss damit rechnen, sturm zu ernten."

    Ehm...
    "(...)und engagieren sich gegen Neonazis, indem sie rechtsextremistische Aufkleber aus dem Stadtbild entfernten."

    Das reicht also laut Ihrer geringzuschätzenden Meinung aus um

    "Denn am Abend des 17. Oktober verschafften sie sich Zugang in das Haus der beiden und forderten das Paar auf, aus der Wohnung zu kommen. Außerdem hätten sie gedroht, Monique zu vergewaltigen"

    Björn ist mit der entsprechenden Verharmlosung natürlich gleich zur Stelle:

    "Auf der anderen Seite haben hier irgendwelche vermeintlichen "Rechten" an die Haustür von Linken gebullert."

    Und 2 Stunden lang den Zugang zur Wohnung mit ca. 15 Mann blockiert und Straftaten angedroht....

    Aber das sind wahrscheinlich ja nur harmlose Rivalitäten unter Jugendgruppen...

    "wie groß wäre der aufschrei wenn es denn umgedreht laufen würde?"

    Die Schwere einer Tat hängt nicht von dem medialen Echo ab.

    "Dann gäbe es keinen Aufschrei. Wie man ja gerade erst jüngst sehen konnte, als mal wieder zwei Autos von Herrn Petereit vor seiner Haustür angezündet wurden."

    Von Linken? Oder "vermeintlichen Linken"?

    "Wenn man sich die Berichterstattung zu beidem anschaut, dann könnte man tatsächlich denken, dass das wiederholte Anzünden von Fahrzeugen in der Nähe des Wohnbereiches eines "Rechten" weniger schlimm wäre, als ein an die Tür "bullern" von Linken."

    Wenn man in der Lage ist, seine kognitiven Fähigkeiten abseits von Propaganda zur Meinungsbildung zu nutzen, sollte man zur Einsicht gelangen, daß sowohl das Anzünden von Fahrzeugen als auch das Belagern unschuldiger Bürger, die ja nur ihre Meinungsfreiheit genutzt haben, nicht wirklich demokratisch lupenrein sind.

    "Immerhin hat sich Endstation Rechts genötigt gesehen diesen Brandanschlag zu melden, wenn auch nur in der Kurznachrichtenspalte. Andere Medien schwiegen sich ja ganz darüber aus. So wie sie es oft genug tun um das stilisierte "Täterbild" der Rechten nicht durch die alltäglichen Gewalttaten gegen "Rechte" zu gefährden."

    Nochmal: Die Präsenz in den Medien sagt nichts über die Qualität der Tat aus. Das ist ne völlig andere Baustelle.

  • Kommentar-Link Björn Samstag, 24. November 2012 gepostet von Björn

    @Roichi

    Und wieso hat ein an die Tür "Bullern" mehr medialen Widerhall als das wiederholte Anzünden von Autos durch deine Genossen im unmittelbaren Eingangsbereich einer Wohnung einer Familie eines "Rechten"? Man sollte ja annehmen, dass der mediale Widerhall dem Ausmaß der Gewalt und der Gefährlichkeit entspricht. Stattdessen schweigen sich die Medien mit Ausnahme von ER über den mittlerweile siebenten Brandanschalg auf Herrn Petereit aus, während auf der anderen Seite bundesweit in allen Medien und mit mehreren Artikeln darüber berichtet wird, dass vermeintlich "Rechte" gegen die Tür von Linken gebullert haben sollen.

    Warum wohl? So wird dem Otto-Normalkonsument suggeriert, dass es kaum linke Gewalt gäbe, während vermeintliche rechte Pöbeleien medial ausgeschlachtet werden. Das ist die übliche Taktik der Massenmedien. Und dann wunderst du dich, warum die Menschen, die keine "Rechten" persönlich kennen, ein schlechtes Bild von diesen haben.

    "Nämlich, wie bei dir, dass man sicherdreistet doch die aufrechten Kamerraden, als das zu benennen, was sie sind. Kriminelle."

    Ohne Verleumdungen könnt ihr eben nichts. Natürlich bin ich kein Krimineller. Im Gegenteil. Du hingegen hast schon öfter Gesetze gebrochen. Zum Beispiel in Dresden als du mit linksextremen Gewalttätern zusammen die Grundrechte anderer mit Füßen getreten hast. Es wirkt schon mehr als lächerlich, wenn unser krimineller Roichi andere als Kriminelle beleidigt, die nie eine Straftat begangen haben.

    "Mach ich Björn.
    Deshalb passt ja diese Aktion auch wunderbar in die Phänomenologie hinein."

    Und inwiefern passt die Tat deiner Genossen zur Phänomenologie? Du weißt schon. Du hast doch behauptet, dass Linke nur Gewalt bei Demos ausüben würden, wenn sie mal wieder ganz fies von den "Faschobullen" provoziert wurden oder mit 20 Mann drei Jugendliche jagen, weil sie diese für "rechts" halten.

    Also, inwiefern ist der Vorfall in Hoyerswerder nun wichtiger, dass man ihm medial bedeutend mehr Aufmerksamkeit schenken muss als den wiederholten Angriff auf einen Volksvertreter und damit auf die Demokratie. Von der damit zum Ausdruck gebrachten Menschenverachtung deiner Genossen mal ganz zu schweigen.

    "Eine typische rechte Aktion."

    Na dann ist es ja gut. Wenn sich "rechte" Aktionen auf ein an die Tür klopfen beschränken, dann kann es ja nicht so schlimm sein. Eine typisch linke Aktion haben wir dagegen mal wieder bei den Brandanschlägen deiner Genossen erleben dürfen. Damit werden deine Genossen dieses Jahr vermutlich wieder "Sieger" in der Gewalttäterstatistik sein. So wie letztes Jahr. Oder das Jahr davor.

  • Kommentar-Link Rolf Steiner Samstag, 24. November 2012 gepostet von Rolf Steiner

    " Du verurteilst Gewalt und willst sie gleich darauf dann doch wieder einsetzen. "

    Ich halte es für gerechtfertigt, wenn sich die Ureinwohner eines Landes gegen Eroberer und Besatzer zu Wehr setzen, dieser Kampf darf sich allerdings nicht gegen unbeteiligte Zivilisten richten. Islamistische Organisationen betrachte ich aber eindeutig als Feinde, und sollte der deutsche Staat eines Tages nicht mehr selber in der Lage sein das Deutsche Volk zu schützen, dann werden wir von unserem Widerstandsrecht gebrauch machen.

    " Falsch.
    Die Ablehnung der Grundrechte wirst du bei den Rechten/Nazis eher finden, als bei Linken. "

    Erstens, wenn ich von Rechten rede, dann meine ich normale bürgerliche Rechte, wie z.B. die Republikaner. Rechte, wie sie in allen anderen Ländern der Erde eine Selbstverständlichkeit sind. Nazis dagegen gehören nicht zum normalen politischen Spektrum, da Verbrechen gegen die Menschlichkeit grundsätzlich inakzeptabel sind. Trotzdem hat aber jeder Mensch das Recht, auch Juden und Muslime zu kritisieren. Zweitens, welche Grundrechte lehne ich denn ab? Ich bin lediglich nicht dazu bereit, gegenüber irgendwelchen Religionsgemeinschaften tolerant zu sein, wenn diese selber mit ihren Ideologien andere Grundrechte gefährden. Wäre der Islam in Deutschland die bestimmende politische Macht, dann wäre die FDGO nicht existent. Auch Grundrechte für z.B. Homosexuelle würde es nicht geben. Wir sind diejenigen, welche die Verfassung verteidigen, während das politische Establishment, mit Verfassungsfeinden kooperiert.

    " und wer nicht in der Lage ist sich wie ein zivilisierter Mensch zu verhalten, der wird eben auch niemals ein echter Deutscher sein."

    Na dann bist du ja schon raus. "

    Womit begründest du das? Die etablierten
    Parteien, lassen zu, dass Kinder im Genitalbereich verstümmelt werden, und brechen damit eindeutig das Grundgesetzt, nur um irgendwelchen Religionsgemeinschaften nicht auf den Schlips zu treten. Und wer mit solchen Leuten sympathisiert, brauch mir nichts von Anstand und Moral zu erzählen.

  • Kommentar-Link Dresdner Sonntag, 25. November 2012 gepostet von Dresdner

    @ B.L.:

    "Ich kann nur hoffen, dass das Ausland hier regulativ einschreitet und der faschistoiden Entwicklung in diesem "Rechtsstaat" Einhalt gebietet."

    Woanders hatten Sie doch geschimpft, die BRD sei ein "Besatzerstaat". Haben Sie nicht auch mal über Opportunismus geschimpft?

    Setzen Sie Ihren Kommentar einmal in Beziehung zum obigen Artikel. Dann merken Sie vielleicht, was Sie hier für einen Blödsinn absondern.

    @ Björn:

    Aha, wo keine "Vorgeschichte" ist, versuchen Sie durch seltsame Vergleiche Verbrechen gegeneinander aufzuwiegen. Den (ermittelten, nicht mutmaßlichen) Rechtsextremisten in Hoyerswerda wurde doch von dem Pärchen nichts getan. Und selbst das wäre dann wohl kein Grund für so ein Verhalten.

    Warum rechnen Sie diese Personen eigentlich nicht den "apolitischen Bahnhofsskins" zu?

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