Mittwoch, den 04. November 2009 um 12:21 Uhr

Modemarke ,Erik and Sons‘ will Konzert mit „Kategorie C“ in Berlin organisieren

Verfasst von Robert Scholz
rechtsrock
Die in der rechtsextremen Szene beliebte Modemarke „Erik and Sons“ beabsichtigt nach Informationen der „taz“ ein Konzert in Berlin-Lichtenberg zu organisieren. Der abgeschlossene Mietvertrag für die Trabrennbahn Karlshorst ist vom Vermieter bereits angefochten worden.
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Neben einer Böhse-Onkelz-Coverband sei auch der Auftritt der Hooligan-Band „Kategorie C“ geplant. Der Vermieter der Trabrennbahn habe den Mietvertrag bereits angefochten, er sieht sich „arglistig getäuscht“.

Nach Angaben der „taz“ liefen die Vorbereitungen für die Veranstaltung höchst konspirativ. So seien die Eintrittskarten erst nach persönlicher Anmeldung per Post verschickt worden, der Auftrittsort sollte erst am Samstag, dem Veranstaltungstag, um 16 Uhr per SMS bekanntgegeben werden. Laut „Erik and Sons“-Sprecher seien bereits 260 Karten verschickt. Den Mietvertrag betrachtet er als rechtmäßig und ist sich sicher, dass das Konzert „klappen“ werde.

Von einer „deutlichen Provokation der Zivilgesellschaft“ spricht der verfassungspolitische Sprecher der SPD, Tom Schreiber. Er begrüßt, dass der Vermieter so schnell gehandelt habe und fordert nun Wachsamkeit für den Fall, dass das Konzert an einem Ausweichort stattfinde.

Im Mai hatte die Polizei in der Nähe von Rostock ein Konzert der Band „Kategorie C“, die sich selbst als „unpolitisch“ bezeichnet, unterbunden. Der Brandenburger Verfassungsschutz stuft die Lieder der Gruppe als „gewaltverherrlichend“ ein. Vor allem unter Rechtsextremisten soll sich die Band großer Beliebtheit erfreuen.

5 Kommentare

  • Kommentar Link Rau Mittwoch, den 04. November 2009 um 16:48 Uhr veröffentlicht von Rau

    Lieber Herr Scholz,

    wieder einmal muss ich mit Bewunderung feststellen, welcher Hype um eine angeblich rechte Band namens Kategorie C gemacht wird.

    Ich verstehe dies alles nicht. Mein Verständnis hätten Sie, wenn die Band auf der Bühne hitlergrüßend und mit verfassungsfeindlichen Sprüchen stehen würde.

    Dies wird aber seitens der Band nicht pupliziert, sogar eindeutig abgelehnt. Dies ist unter anderem auf der Internetseite hungrige-woelfe.de zu entnehmen.

    Ich selber habe mit der Band in diesem Sommer im Bereich Demmin- Ort Siebeneichen ein Konzert veranstaltet. Ja auch ich habe mit dem Gedanken gespielt, ist es nicht eine Nazi Band.

    Nein, dass ist sie nicht!!! Ich habe die Band kennenlernen können und kann nur bestätigen, dass es sich um keine Rechtsrock Band handelt.

    Auf den von mir veranstalteten Konzert kam es weder vor noch nach dem Konzert zu irgendwelchen Ausschreitungen bzw. verfassungsfeindlichen Verstößen. Dies wurde mir auch von der Polizei bestätigt.

    Auch auf dem Konzert selber wurde nie irgendwelches rechtes Gedankengut verbreitet oder von den Konzertbesuchern pupliziert. Alles friedlich und nur Party und Musik.

    Sicherlich lässt es sich aufgrund er Vergangenheit einiger Bandmitglieder nie vermeiden, dass eine Band wie Kategorie C auch vom rechten Spektrum besucht wird. Die Konzerte werden jedoch von rechten, linken und neutral politisch gerichteten Personen besucht.

    Das Konzert in Rostock hatte verschiedene Gründe welche zum Abbruch der Veranstaltung geführt haben.

    Leider hat sich die Polizei dort nicht an Recht und Orndung gehalten und deeskalierend gewirkt. Mit Durchsagen wie: "Das rechtsradikale Konzert wurde abgesagt, verlassen Sie das Gelände"! werden eingeschworene Fans der Bands absichtlich beleidgt und provoziert. Wenn dort einige zuviel getrunken haben und weitere Pöpeleien seitens der Ordnungshüter erfolgen, ist es nicht verwunderlich, dass einige wenige aggessiv dagegen gewirkt haben.

    Natürlich ist Gewalt keine Lösung und ich distanziere mich eindeutig von dieser, jedoch muss der Auslöser verstanden werden.

    Ich war auch vor Ort in Rostock und konnte weder irgendwelche Verstöße noch Ausschreitungen feststellen. Ebenfalls befanden sich unter dem Puplikum verschiedene politisch eingestellte Personen. Alle wollten zusammen friedlich feiern und nicht irgendwas zerstören oder eine Person diskriminieren.

    Es wird am kommenden Samstag auch auf diesem Konzert zu keinerlei Vergehen kommen. Lasst die Fans und Besucher feiern...

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  • Kommentar Link Leser Mittwoch, den 04. November 2009 um 17:47 Uhr veröffentlicht von Leser

    Und wiso war in Rostock der NPD-Laden Dreh- und Angelpunkt des Konzertes?

    Ich nehme an, die Musiker koennen sich aussuchen, wmit wem sie zusammenarbeiten und mit wem nicht.

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  • Kommentar Link Hannes K. Mittwoch, den 04. November 2009 um 18:25 Uhr veröffentlicht von Hannes K.

    Naja Herr Rau, wenn man sich auf der von Ihnen genannten Seite mal umschaut kommt man nicht umhin festzustellen, dass die Band selbst Klamotten von Erik und Sons trägt. Die Konzertbesucher erweitern die Palette dann um Thor Steinar. Überhaupt sagen die Bilder der Konzertbesucher mehr als 1000 Worte.
    Wenn ich mich politisch neutral verorten will, dann hat man sicher noch mehr Spielraum, als den, den die Band nutzt.

    Man muss schon mit einem dicken Packen Naivität ausgestattet sein, wenn man die Kröte von der unpolitischen Band ernsthaft schluckt.

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  • Kommentar Link Rene Mittwoch, den 04. November 2009 um 20:02 Uhr veröffentlicht von Rene

    Die Veranstaltung wird ebenso friedlich verlaufen wie alle bisherigen Veranstaltungen von Kategorie C. Politische Statements linker oder rechter Art führen zum sofortigen Ausschluß vom Konzert. Der Veranstalter

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  • Kommentar Link Hannes K. Donnerstag, den 05. November 2009 um 14:48 Uhr veröffentlicht von Hannes K.

    Mag ja sein, dass ein Nazi dem anderen Nazi nichts tut bei dem Konzert. Jedoch moechte ich nicht mit der an- oder abreisenden Nazihorde in derselben S-Bahn sitzen. Dass die Band hauptsaechlich Nazis anzieht und sich fast ausschliesslich von denen zu Konzerten einspannen laesst, wird ja wohl keiner leugnen.

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