„Prominentester“ Neuzugang dürfte Christian Berisha sein. Berisha gehört dem kürzlich neugewählten niedersächsischen Landesvorstand der NPD an. Erste offizielle Kontakte nach M-V gab es bereits bei der Gründung des „Kommunalbündnis Dreiländereck Elbe“ im August vergangenen Jahres. In dem Bündnis, an dem sich unter anderem der NPD-Landtagsabgeordnete Stefan Köster beteiligte, war Berisha als Lüneburger Kreistagsabgeordneter der so genannten „Unabhängigen Wählerliste Landkreis Lüneburg – Bündnis Rechte“ (UWL) vertreten. So unabhängig wie der Name suggeriert, ist diese Wählerliste jedoch keineswegs. Ähnlich wie bei der „Bürgerinitiative Ausländerstopp“ handelt es sich bei ihr, wie die Anstellung Berishas verdeutlicht, offenbar um eine der NPD nahestehende Wählervereinigung.
Ebenfalls in der UWL aktiv gewesen ist ein weiterer neuer Mitarbeiter der NPD-Fraktion: Malte Holzer. Anfang der 1990er Jahre saß er für die UWL im Lüneburger Kreistag, seit 2003 ist er Landesgeschäftsführer des niedersächsischen NPD-Landesverbandes. Auch er ist laut „Recherche Nord“ im kürzlich neu gewählten niedersächsischen Landesvorstand vertreten. Mit Stefan Suhr gibt es einen weiteren Zugezogenen als Mitarbeiter in der Schweriner Landtagsfraktion. Politisch trat Suhr zuletzt beim Kommunalwahlkampf im Juni dieses Jahres in Erscheinung, seither sitzt er als Abgeordneter im Kreistag Parchim. Ein Mann gleichen Namens betrieb im Sommer 2007 auch den Schweriner Szene-Laden „Thule Store“. Allerdings mit mäßigem Erfolg – zum Jahresende musste das Geschäft seine Türen wieder schließen.
Weniger erfolgreich trat mit Daniel Ohm ein weiterer neuer Mitarbeiter der NPD-Landtagsfraktion zur Kommunalwahl in Ostvorpommern an. Zwar holte die rechtsextreme NPD 7,6 Prozent in dem Wahlkreis und konnte vier Abgeordnete in den Kreistag entsenden, Ohm war allerdings nicht darunter. Nun steht er offenbar bei der Fraktion in Lohn und Brot.
Mit Günther Wohlert partizipiert zudem ein in Schwerin gescheiterter Kommunalwahlkandidat am Versorgungswerk „NPD-Fraktion“. Gänzlich unbekannt ist der einzige weibliche Neuzugang bei den Fraktions-Mitarbeitern. Kirsten Tonagel kandidierte bislang für kein Parlament und trat auch nicht öffentlich in Erscheinung.
Eine weitere Änderung ergab sich bei den Funktionen innerhalb der Fraktion. So soll nach Erkenntnissen von ENDSTATION RECHTS. fortan Peter Marx den Part des abtrünnigen Andreas Molau übernehmen und als Pressesprecher fungieren.
Bei der NPD-Landtagsfraktion in Mecklenburg-Vorpommern hat es offensichtlich Veränderungen bei den Mitarbeitern gegeben. Gleich sechs neue Mitarbeiter sollen nach Angaben der Landtagsverwaltung in den Diensten der Fraktion stehen. Besonders stark ist unter den Neuen der niedersächsische Landesverband vertreten. 




