Montag, den 21. September 2009 um 17:58 Uhr

"Plaste-Deutscher" – Klage gegen NPD-Pressesprecher Klaus Beier

Verfasst von Robert Scholz
Nach der Verbal-Attacke gegen den deutschen Fußball-Nationalspieler Mesut Özil vom Bundesligisten Werder Bremen ist NPD-Pressesprecher Klaus Beier wegen Volksverhetzung von einem Anwalt angezeigt worden.
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Beier hatte am 8. September 2009 in einer Fernsehsendung des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb) gesagt, Özil sei „ein Plaste-Deutscher, sprich ein Ausweis-Deutscher“. Diese Provokation hatte bundesweit für Empörung gesorgt und der NPD damit die wohl erhoffte Medienaufmerksamkeit verschafft, die sich gewünscht haben dürfte. Der klagende Anwalt sagte laut dem Magazin „11 Freunde“ , die Aussage Beiers stelle „die Verwirklichung des Straftatbestandes der Volksverhetzung dar, weil Mesut Özil nur als ein Beispiel der großen Gruppe der eingebürgerten Deutschen angesehen wird und mithin Sinn dieser Äußerungen des Klaus Beier ist, sämtliche Eingebürgerte als ´Plaste-Deutsche´ zu brandmarken“.

Die Staatsanwaltschaft Potsdam hatte zuvor mitgeteilt, sobald ein Strafantrag eingehe, werde ein Ermittlungsverfahren gegen Beier eingeleitet. NPD-Pressesprecher Beier war bereits im April wegen Hetze gegen den dunkelhäutigen Ex-Nationalspieler Patrick Owomoyela zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

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